Compréhension

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  2000 - Bac L - Allemand LV2 - Compréhension écrite
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Ein neuer Anfang

Hier soll ich also bleiben. Wenn möglich bis zum Abitur. So ist es geplant. Ich stehe auf dem Parkplatz des Internats Schloss Neuseelen und schaue mich um. Meine Eltern stehen neben mir. Sie haben mich hierher gebracht. Vier Schulen habe ich nun hinter mir. Und diese hier soll meine fünfte werden. Diese fünfte soll es dann endlich schaffen, aus meinem verfluchten1 Mathematik-Sechser einen Fünfer zu machen. Ich freue mich schon darauf.
Schon im voraus hat mir die Direktion des Internats Briefe mit Ermutigungen geschickt. Alle nach dem Motto : Lieber Benjamin, komm nur zu uns, da wird es schon besser. Viele vor dir haben es auch geschafft.
Natürlich haben sie das. Das kenne ich schon. Bei mir ist es ein bisschen anders.
Ich bin sechzehn Jahre alt und wiederhole gerade die achte Klasse. Und so wie es aussieht, schaffe ich es schon wieder nicht. Meine Eltern sind beide angesehene Leute. Ärztin und Diplomingenieur. Die können es sich nicht leisten, dass ihr Sohn ein Versager2 ist. Deswegen bin ich also hier. Mitten im Schuljahr. Vor den Toren eines Internats. Meine Mutter reicht mir einen Brief. Ich soll ihn später dem Direktor geben. Zur genaueren Erklärung meiner Person. Ich nehme einen Koffer und warte auf meinen Vater. Er steht noch hinten beim Auto und sucht irgendwas. Ich glaube, ich werde ihn vermissen. Natürlich haben wir uns auch oft gestritten. Aber nach einem anstrengenden Schultag war er immer der erste, der mich mit einem Lächeln empfing. Von innen ist das Internat fast noch unfreundlicher als von aussen. Meine Eltern mögen das Gebäude.
Im Sekretariat erwartet uns eine dicke Frau. Sie heisst Angelika Lerch, reicht mir die Hand und heisst mich im Schloss willkommen. Neben meinen Eltern nehme ich auf einem rotbraunen Canapé Platz und schmiege3 mich ungewöhnlich nah an sie heran. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Doch es tut gut, sie sind warm, ich fühle mich beschützt. Ich nehme die Hand meiner Mutter. Der Direktor sei gleich persönlich hier, um mich in Empfang zu nehmen, sagt Frau Lerch.
Nun ist es also nicht mehr zu ändern.
Dann begrüsst uns der Direktor und bittet uns, mit in sein Büro zu kommen. "Na Benjamin, schon gespannt, dein Zimmer zu sehen ?" fragt Herr Richter und hebt seine Stimme. Ich überlege, wie ich antworten soll, leise sage ich : "Ja".
Wir gehen hoch in mein Zimmer. Es befindet sich im ersten Stock am Ende eines langen Ganges.
"Hier bist du ab sofort zu Hause" sagt Herr Richter. Der Gang ist leer. Die Schüler sind noch nicht aus den Weihnachtsferien zurürckgekehrt. Auf einem Schild kann man lesen : "Der Erzieher Lukas Landorf ist verantwortlich für diesen Gang. Wer im Dorf einkaufen will, Taschengeld oder spezielle Erlaubnisse braucht, soll sich an ihn wenden. Er bestimmt auch die Bettgehzeiten".
Herr Richter deutet auf das Schild. Er lächelt. "Lukas Landorf wird auch dein Erzieher sein", sagt er. "Er wird dir bestimmt gefallen - er ist selbst neu hier. Leider kehrt er erst in zwei Stunden aus den Ferien zurück. Aber ich bin sicher, du wirst noch lange genug mit ihm zu tun haben."

Nach Benjamin Lebert "CRAZY"

1verflucht : fichu
2der Versager : jemand, der es nicht schafft;hier : ein schlechter Schüler
3sich anschmiegen an : se blottir contre


1) Indiquez Vrai ou Faux pour chaque affirmation et justifiez votre choix par une citation du texte.

- a. C'est Benjamin qui a insisté pour aller en pension

- b. Benjamin a eu une scolarité mouvementée

- c. Benjamin est confiant quant à ses chances de réussite

- d. Benjamin regrette de ne plus voir dorénavant son père

- e. Pour Benjamin la première impression de cet internat est plutôt positive.

- f. Les autres élèves accueillent Benjamin avec enthousiasme.

- g. Les élèves sont libres de se coucher quand ils le veulent.
        
- h. Le directeur pense que Benjamin devrait bien s'entendre avec Lukas Landorf.

2) Pour chacun des personnages cochez la ou les case(s) correspondantes.
Attention, certaines sont en surnombre.
 

Benjamin

Père

Mère

Secrétaire

Directeur

indifférent

         

ambitieux

         

insouciant

         

sceptique

         

jaloux

         

encourageant

         

aimable

         

sévère

         

3) Citez 3 passages du texte montrant les efforts de la direction de l'internat pour bien accueillir Benjamin.

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4) Citez 3 expressions ou phrases du texte montrant que Benjamin apprécie la présence de ses parents au moment de la séparation.

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